So hält eine Chaos Queen Ordnung

 So hält eine Chaos Queen Ordnung

Kennst du das: Du hast deine Wohnung aufgeräumt. Kaum kehrst du ihr den Rücken zu, breitet sich das Chaos wieder aus. Mit diesen Tipps sagst du der Unordnung den Kampf an.


Ein schwieriger Anfang

Als ich noch bei meinen Eltern wohnte, hatte ich mit Ordnung nichts am Hut. Ich habe alles stehen und liegen lassen, denn es gab ja Mama. Als ich dann mit 19 auszog, hat sich für mich einiges geändert: Ich musste zum ersten Mal eigenständig für meinen Haushalt sorgen, einkaufen gehen, Ordnung halten, Wäsche waschen – und zwar neben meiner Ausbildung und meinem Job. Für mich war klar: Es muss sich etwas ändern! Ich brauche Ordnung, einen richtigen Plan, um meinen Alltag besser zu meistern.

Über die Jahre hinweg habe ich gelernt, meine „Haushaltszeit“ sinnvoll zu nutzen und räume mittlerweile sogar gerne auf. Es ist für mich ein so befreiendes Gefühl! Ich kann abschalten, meinen Alltagsstress vergessen und fühle mich auch mental besser. Ich finde: Man hat mehr Freiheit, sobald Ordnung herrscht. Klarheit und Struktur sind deswegen mittlerweile mein höchstes Gut! Denn Zeit haben wir alle keine. Also wieso sollten wir in der wenigen Freizeit, die uns bleibt, unsere Schlüssel, die Lieblingshose oder wichtige Unterlagen suchen?

Die folgenden Tipps zeigen dir, wie auch du deine Wohnung schneller aufräumst, wie sie ordentlich bleibt und wieso man mit Ordnung nicht nur Zeit sparen kann, sondern auch glücklicher wird!


Wo fange ich an?

Übrigens: Bevor ich den Besen schwinge, mache ich mir gerne ein bisschen Gute-Laune-Musik an. Wie wäre es mit Ain’t No Mountain High Enough von Marvin Gaye? Oder mit einem unterhaltsamen Podcast? Schau doch mal bei unserem kostenlosen Podcast „Die Johnsons“ auf Spotify oder Apple Music vorbei! Und los geht die wilde Fahrt. 

Hier gehts zum Podcast!


To-do- und Haushaltslisten

Ich arbeite sehr gerne mit klassischen To-do-Listen! Sie motivieren mich, ich verliere meine wichtigsten Aufgaben nicht aus den Augen und das Abhaken macht einfach Spaß, oder? 

Um einen Haushaltsplan zu erstellen, finde erstmal für dich heraus, ob du den Haushalt lieber an einem bestimmten Tag in der Woche bewältigen möchtest oder die Aufgaben lieber aufteilst, quasi jeden Tag ein bisschen: Montag wird der Boden gesaugt, Dienstag wird die Wäsche gewaschen usw.

Ganz wichtig: Kleinigkeiten, wie den Müll rauszubringen oder die Spülmaschine auszuräumen, gehe ich immer direkt an! Die kommen gar nicht auf meine Liste. Mache einfach kurzen Prozess daraus und denke gar nicht lange darüber nach – gemacht werden muss es so oder so! Du verhinderst somit, dass sich die alltäglichen Aufräumarbeiten immer weiter anhäufen und du irgendwann vor einem riesigen Berg an To-dos stehst.


Anfang leichtgemacht

Wenn du einen konkreten Plan hast, den du abarbeiten kannst, geht alles leichter von der Hand. Hier deswegen ein paar Stichpunkte dazu, wie ich selbst beim Aufräumen vorgehe:

  1. Ich starte immer in einem bestimmten Raum und erst, wenn dieser wieder blitzblank ist, betrete ich den nächsten. Somit habe ich ein konkretes Ziel vor Augen. Damit im Chaos auch nichts untergeht, hake ich Raum für Raum alles auf meiner To-do-Liste ab.

  2. Sammle alle Gegenstände, die zum Beispiel nicht ins Wohnzimmer gehören, in einer Ecke. Ordne die Sachen, je nachdem, wohin sie sollen: Alle Bücher zusammen – sie kommen ins Regal im Gästezimmer. Alle Kissen zusammen – sie gehören aufs Sofa. Leere Flaschen, benutzte Gläser – sie wandern in die Küche. Dann bringst du die Gegenstände in die richtigen Räume. So hast du direkt Platz geschaffen, der Boden ist wieder frei und es kann weitergehen.

  3. Auch das Aussortieren gehört für mich zum wöchentlichen Aufräumen. Schau dich jetzt nochmal um und überlege, welche Gegenstände du schon ewig nicht mehr verwendet hast. Kannst du dich vielleicht von ihnen trennen? So häufen sich die Sachen nicht über Jahre hinweg an und überfordern dich am Ende!

  4. Jetzt geht‘s direkt ran ans Putzen. Dreh die Musik ruhig noch etwas lauter, damit die Motivation nicht flöten geht! Sauge Fußböden und Teppiche (dafür kann ich kabellose Staubsauger nur empfehlen – es macht einfach so viel mehr Spaß und ist nur halb so anstrengend!). Wische Staub und vergiss auch den Couchtisch nicht. Klar, brauchen zum Beispiel Küche und Bad ein bisschen intensivere Putzeinsätze, aber grundsätzlich ist man auf diese Weise echt super schnell durch! Eigentlich halb so wild, oder?

  5. Nun geht’s an die letzten Schönheitskorrekturen. Ordne alle Gegenstände in deinem Zimmer: lege die Kissen ordentlich auf die Couch, falte deine Decken, rücke den Tisch gerade, platziere Bilder neu, stelle vielleicht ein paar frische Blumen in eine Vase, versprühe einen Raumduft oder stelle eine Duftkerze auf, lüfte durch, tausche Tischdecken oder Kissenhüllen aus für etwas Abwechslung, gieße deine Blumen. Vielleicht sollten auch die Vorhänge mal gewaschen werden? So hast du an alles gedacht und in einem Zug erledigt. 


Gib jedem Teil seinen Platz

Es ist nun alles ordentlich und genauso soll es auch bleiben! Nicht möglich? Doch! Ein Trick: Gib jedem einzelnen Teil in deiner Wohnung einen eigenen Platz. Dort packst du den Gegenstand hin, sobald du ihn nicht mehr benötigst – oder spätestens beim nächsten Aufräumen. Auf diese Weise vermeidest du unschöne Krimskrams-Ecken, Tüten und Kisten hinter der Tür oder Dinge, die einfach sinnlos in der Gegend rumstehen. Der Schlüsselbund kommt also ins Schlüsselschälchen, die Handtasche an den Haken, Kleinigkeiten wie Stifte, Bastelzeug oder Beauty-Artikel sortierst du am besten in verschiedene Schachteln und legst diese dann in Schubladen.

Ich kann dir zusätzlich empfehlen, so wenig wie möglich offen rumstehen zu lassen. Sonst hast du nur die doppelte Arbeit beim Putzen und Saubermachen, da du jeden Gegenstand einzeln hochheben und zurückstellen musst.  


Der Endgegner - mein schlimmster Raum

Jeder hat ihn: den Raum, auf den man absolut keinen Bock hat! Bei den meisten ist es wohl der Keller, der Dachboden oder der Kleiderschrank. Bei mir ist es tatsächlich das Ankleidezimmer! Gerade während Shootings ziehe ich alle Klamotten aus den Schränken und Schubladen und hoffe dann, dass sie sich von alleine wieder einsortieren. Leider passiert das nie und oft stehe ich am Ende vor einem riesigen Berg an Kleidung und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll!

Mein Tipp für dich lautet also: Wenn du zum Beispiel vor einem Klamottenberg stehst, verkleinere diesen, indem du ihn in einzelne Häufchen sortierst. Pack alle Hosen zusammen, alle Oberteile, alle Accessoires etc. So bekommst du schneller einen Überblick und setzt dir Zwischenziele, die leichter zu bewältigen sind. Weniger Frust, schnellere Ergebnisse, viel mehr Ordnung! Das Prinzip funktioniert natürlich auch in anderen Räumen. 


Du musst loslassen können
Du kannst keine neuen Wege gehen, wenn dir der Schrott von gestern den Weg versperrt!

Um dem kleinen Sammler in dir keine Chance zu geben, empfehle ich dir das Prinzip „one in, one out“. Verbanne für jedes neue Teil ein altes aus deinem Leben. Du kannst es deinen Freunden schenken, spenden und somit etwas Gutes tun, oder auf dem Flohmarkt verkaufen, um deinen Geldbeutel zu füttern. 

Ähnliches gilt auch in der Küche: Um unnötige Doppelt- oder Dreifach-Käufe zu vermeiden, checke vor dem Lebensmitteleinkauf unbedingt deinen Kühlschrank und deine Vorräte. Was willst du kochen? Was läuft bald ab? Was musst du nachkaufen? So sind auch bald deine Küchenschränke ordentlich und überschaubar. 


Mehr Zeit für dich

Schau dich jetzt noch einmal um: deine Wohnung ist sauber, es riecht gut, der Staub ist weg und man fühlt sich doch gleich ein bisschen wohler, oder nicht? Wir haben tagtäglich so viel im Kopf, was wir nicht vergessen dürfen. Da fühlt man sich schnell total reizüberflutet und gestresst. Gerade deswegen sollte unser Zuhause unser Rückzugs- und Wohlfühlort sein.

Probiere es also aus! Mir geht es mit diesem Lifestyle viel besser und ich gehe weitaus entspannter durchs Leben. Auch du wirst nach ein paar Wochen merken, wie du die Zeit fürs Ausmisten und Aufräumen doppelt zurückbekommst und viel stressfreier durchs Leben gehst.

PS: Für mehr Aufräum-Hacks und -Tipps schau auf jeden Fall auf meinem YouTube-Kanal vorbei. Dort zeige ich dir auch einige Einblicke in mein XXL-Ankleidezimmer!  

Ciao Kakao,

 

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